// KOTZEN EMPFIEHLT (ARCHIV)

HÖRENSWERT:
Carolin Emcke im Gespräch mit René Aguigah
Die Autorin, Philosophin, Reporterin auf den Punkt zu #metoo, Sexualität und Identität und darüber, was nicht automatisch Identität ist.

HÖRENSWERT:
„Hinter der Grenze zweier Geschlechter“
Schon das, hierunter verlinkte, Interview zu Sprache und Framing gehört? Dann passt direkt im Anschluss dieses mit Lann Hornscheidt (Prof. für Linguistik und Gender Studies) hinterher!

HÖRENSWERT:
Sprache im politischen Kontext“.
Achtzig!! fesselnde Interviewminuten mit Linguistin und Kognitionswissen- schaftlerin Elisabeth Wehling.

SEHENSWERT:
Das radikal Böse“ Eine Annäherung, wie aus jungen Männern Massenmörder werden. Über psychologische Effekte, Hierarchien und den Glauben an Autoritäten.

SEHENSWERT:
Ab 29.11.`16 läuft für eine Woche der Film „Get – Der Prozess der Viviane Amsalem“ in der Arte Mediathek. Check it out! Und hinterher die beeindruckende Dokumentation zum Film.

SEHENSWERT:
Schlaf der Vernunft (scobel)“ in der 3satMediathek. Insbesondere ab Minunte 21.

LESENSWERT:
Rede auf drei Stühlen von Ale Dumbsky

LESENSWERT:
„Atalanta. Läufer_in.“
100-Meter-Lauf Goldmedaillengewinner. Oder _in? Glücksgriff aus der KoZe-Bücherbox. Leicht zu lesender Kurzroman, der durch seinen manchmal unkonventionellem Satzbau das (Lebens)Lauf-/Atemtempo der Hauptperson spürbar macht. Sprache, Idee der Einbindung der griechischen Mythologie in Kombination mit der Geschichte und das passende Coverkonzept fand ich super. Schmaler Kritikpunkt wäre, das mir die eingeflochtene Familiengeschichte sicherlich glaubhaft möglich schien, vielleicht sogar gar nicht so selten ist, mir aber so vorkam, als solle sie als Erklärung /Grund für etwas nicht beeinflussbares (Geschlecht/Körpergefühl) hinhalten. Muss nich so gelesen werden, aber mich beschlich es. Try it!

HÖRENSWERT:
Projekte gegen Gesichtserkennung – Das System mit Daten fluten
Unsicher, wie ich den Gedanken finde, damit abzuschließen, gegen die Installation des System keine Chance zu haben, gefällt mir trotzdem das Gedankenexperiment des vorgestellten Künstlers.

HÖRENS/LESENSWERT:
„„Politik-, Identitäts- und Modernetheoretische Überlegungen“
Wer sich ein bischen für gesellschaftliche Fragen, Soziologie und dem Hadern mit sich und/in der Welt interessiert, dem/der kann ich nur wärmstens Hartmut Rosa empfehlen. Meistens alles. Einfach mal bei Youtube suchen und auf Autoplay stellen.

HÖRENSWERT:
Feministische Ökonomie Ware tauschen oder Ware sein?
Zum Internationalen Frauentag / 8. März ein kurzer Gedankenstartschuss, über den ich mich letzte Woche beim Frühstück gefreut habe. „Bieten Frauen auf eBay Produkte an, bekommen sie für die gleichen Artikel weniger Geld als Männer, ergibt eine neue Studie.“ Crazy….

HÖRENSWERT:
Von Migranten sprechen, wenn die Menschen, die man meint, nie migriert sind
Ein guter Radiobeitrag zum Zusammenhang Sprache, Denken und Handeln, findet sich bei freie-radios.net.

SEHENSWERT:
Die Grenzen des Erlaubten – Moral und Empathie
Gerade diese, wohl einen guten Überblick gebende, Sendung dazu gesehen. Scheint einige Einstiegsmöglichkeiten in die Thematik anzubieten.

HÖRENSWERT:
„SPILLSBURY – Auf zum Atem“
Verstehe bis heute nicht, warum das dritte/beste Spillsbury Album „Auf zum Atem“ bei allen durchgefallen ist. OK, Layout ist „gewöhnungsbedürftig“, aber textlich, thematisch und wortpfiffigkeitsmäßig (hallo????!!: „…eine Schere sind zwei Messer…“!!! zur innere Sicherheitshysterie) mehr drauf als der Großteil sonst erscheinender (Punk)Releases. Musikalisch sowieso. Gerade wieder gehört. Top.

LESENSWERT:
„Im Meer schwimmen Krokodile – Eine wahre Geschichte“
In Hamburg sind die Lampedusa Gruppe und ihre Unterstützer_Innen weiterhin gezwungen, endlich eine Bleiberechtslösung zu erkämpfen. Dabei fiel mir gerade dieses kurzweilige Buch ein, das ich neulich nicht mehr beiseite legen konnte und in einem Rutsch durchgelesen habe: „Im Meer schwimmen Krokodile“. Poetisch in romanform aufgebarbeitete Fluchterinnerungen des damals 10-jährigen Enaiatollah aus Afghanistan, auf seinem Weg nach Europa. Unglaublich berührend.

HÖRENSWERT:
„SOOKEE – alles“
Wer wissen will, wie Selbstreflektion funktioniert, checkt folgende Tracks in dieser Reihenfolge: link1 und dann vom darauffolgenden Album link2. Try it!!

AUSSTELLUNG:
HERZ-SCHLAG – Ausstellung zum Thema Häusliche Gewalt
posted 2014-02-06
Ich habe die Ausstellung gestern besucht und wer es einrichten kann, sollte den einzigen / letzten Termin unbedingt wahrnehmen! Beeindruckend. Niederschmetternd und aufbauend zugleich. Do., 13.Feb., 15-18 Uhr, Eintritt frei!

LESENSWERT:
Warum wir Hunde lieben, Schweine essen und Kühe anziehen
(Deutsche Übersetzung, 2013)
Bestseller. Zu Recht! Der Dreh an Ihrer These: Vegetarismus und Veganismus sind Begriffe für LebensSYSTEME/Ideologien, die einer bewussten Entscheidung folgen. Die Begriffe „Fleischesser“ (Carnivore) oder „Allesesser“ (Omnivore) hingegen sind Begriffe aus der Biologie, die lediglich die pure Möglichkeit der Aufnahme und Verdauung von Fleisch definieren. Sie sind nicht geeignet Vegetarismus und Veganismus ebenbürtig und vergleichend gegenüber zu stehen. Nicht umfasst von den Begriffen (Carni-/Omnivore) wird nämlich, dass Fleisch zu essen jedesmal eine ENTSCHEIDUNG FÜR das System des Fleischessens ist, bzw. dass es überhaupt auch ein System, eine Ideologie ist. Für dieses System gab es bisher keine adäquate Bezeichnung. Und das aus „gutem“ Grund, wie Joy ausführt. Etwas das nicht benannt wird, dessen Mechanismen (Zucht/Tötung) mit größtmöchem Aufwand im Unsichtbaren bleiben (sollen), lässt sich nicht greifen, nicht diskutieren. Es ist das, was sich einfach als „Normal“zustand propagieren und GLAUBEN lässt. Deshalb hat Joy für das System und die Entscheidung für das Fleischessen den Begriff „Karnismus“ eingeführt und geprägt. Damit hebt Sie es auf eine begriffliche Ebene mit den anderen Systemen und macht es in seinen Werten (!) abgleichbar mit den Fleisch- oder gänzlich tier“produkt“freien Systemen. Beeindruckender Ansatz und eine weitere Argumentationshilfe auf unserem Weg in eine mensch – und tierleidlose Gesellschaft.

UNTERSTÜTZENSWERT:
Solidarität mit Tim und allen Antifaschist*Innen!
Gerade nochmal wieder über den unglaublichen Fall Tim H. gelesen und gedacht, das kann nicht weit genug verbreitet werden. Deshalb spontan hier eine Zusammenfassung des Artikels aus der aktuellen RHZ :

„Kommt nach vorne“ – Gefängnisstrafe für angebliche Megafon-Durchsage bei Antinaziblockaden in Dresden.

Mitte Januar 2013 wurde Tim H. in Dresden zu einem Jahr und zehn Monaten Gefängnis ohne Bewährung verurteilt. Er soll nach Einschätzung des Amtsgerichts am 19. Februar 2011 bei den Antinaziprotesten in Dresden mit einem Megafon eine Menschenmenge aufgewiegelt und zum Durchbrechen einer Polizeisperre aufgefordert haben.

Nachweise einer allgemeinen Tatbeteiligung, geschweige denn von konkreten Taten? Null. Identifikation von Tim durch den Hauptbelastungszeugen der Staatsanwaltschaft? Nein. Auch vier weitere am Einsatz beteiligte Polizisten konnten vor Gericht keine Angaben zum Täter machen. Es blieb sogar unklar, ob nur eine Person Durchsagen machte. Weiteres Beweismittel soll ein stark verpixeltes Polizeivideo sein, auf dem weder Gesichter, noch Handlungen zu erkennen sind. Eine „größere Person“ soll darauf „Kommt nach vorne!“ rufen.

Tim soll fast zwei Jahre in den Knast. Dafür reichten Staatsanwaltschaft und Gericht die ungefähre Körpergröße. Obwohl dem nicht vorbestraften Familienvater keine einzige Straftat vorgeworfen wurde, konstruierte die Staatsanwaltschaft eine Rädelsführerschaft aufgrund der auch auf dem Polizeivideo festgehaltenen Durchsage „nach vorne“ zu kommen. Gleichzeitig versuchte sie ihn damit für alle am Ort des Geschehens stattgefundenen Straftaten (Körperverletzung, besonders schwerer Landfriedensbruch und Beleidigung) verantwortlich zu machen. Der Richter zeigte sich zusätzlich empört darüber, dass Tim gegen die, bereits damals heftig kritisierte, massenhafte Funkzellenabfrage am 19.02. Rechtsmittel eingelegt hatte. Er kritisierte in seiner mündlichen Urteilsbegründung, dass sich Tim nicht „bei der Dresdener Bevölkerung“ für seinen „Krawalltourismus“ entschuldigt habe. Und auch dass Tim von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch gemacht hatte, zeige, dass ihm trotz nicht vorhandener Vorbelastungen und „geordneten Verhältnissen“ auch keine positive Sozialprognose ausgestellt werden könne. Die Staatsanwaltschaft, die eigentlich sogar eine Gefängnisstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten gefordert hatte, hat Berufung gegen das „milde Urteil“ eingelegt. Berufung hat ebenfalls die Verteidigung eingelegt. Selbstverständlich auf Freispruch!

Solidarität mit Tim! Angeklagt ist einer, gemeint sind wir alle!

Mehr Infos, Spendenkonto, etc.: http://sachsendrehtfreistaat.blogsport.de/

UNTERSTÜTZENSWERT:
Refugee Tent Action / Flüchtlings-Protest-Camp in Berlin
Am 19. März 2012 begannen Flüchtlinge in Würzburg eine neue Ära des Protestes gegen die unmenschlichen Lebensbedingungen und das miserable Asylrecht in Deutschland. Aus neun Städte in vier Bundesländern mit Protestcamps zogen sie auf der Straße in einer wachsenden Karawane nach Berlin, um den Protest dort gemein- sam fortzuführen. Dort angekommen fordern sie zur Zeit: Die Abschaffung der Residenzpflicht, den Stopp von Abschiebungen, die Schließung von Flüchtlingslagern und sind inzwischen wieder den üblichen staatlichen Repression ausgesetzt [weiterlesen].
Unser Teil vom SZ-Eintritt ging an die Aktion.

SEHENSWERT:
Tierschützer. Staatsfeind – In den Fängen von Polizei und Justiz“ (Dokumentation/Autobiografie, 2012)
„[…] Ich hätte es ernstlich für möglich halten können, dass diese Information den Aktivitäten einer kriminellen Organisation nützt […]“, so fasst Martin Balluch in seinem autobiografischem Buch den Gedankengang der Staatsanwaltschaft im österreichischem Tierrechtsprozeß zusammen.
Das Buch beschreibt fast exemplarisch die, politischen Kämpfen zu Grunde liegende, Misere: Warum (re)agiert der Machtapparat wie er es tut? Weil er (glaubt, dass er es ohne Probleme) kann! Beängstigend, niederschmetternd, jede unserer Paranoya rechtfertigend. Einen immer wieder kopfschüttelnd, „das kann nicht wahr sein“-flüsternd, die Hände über dem Kopf zusammenschlagen lassend; bläst das Buch aber auch starken Wind in die Segel unser Bewegungen…macht Mut und gibt Kraft, dass sie am Ende vielleicht doch nicht mit allem durchkommen. Und das alles so authentisch, autobiografisch, sachlich aufdeckend und emotional zugleich, als sässe Martin Balluch dir am Küchentisch gegenüber. Du sitzt da, hörst gespannt zu und willst alles ohne Pause wissen.
SEHENSWERT dazu: der parallel zum Prozess entstandene Dokumentarfilm „Der Prozess“ von Igor G. Hauzenberger, der dabei auch gut die unabdingbare, kontinuierliche Solidarität(sarbeit) aufgreift.

SEHENSWERT:
Meine Seele hat kein Geschlecht“ (Dokumentation, 2011)
Diese gedankenanregende Dokumentation begleitet vier als Frauen geborene Menschen durch ihr Leben als Männer und wird am Besten, wenn Lynnee Geschlecht als „etwas Fließendes“ und Miguel sein Bewußtsein über die, bei der Transformation offensichtlich werdenden, unterschiedlich konstruierten Verhaltensweisen beschreibt.

HÖRENSWERT:
„Verbrannt in Polizeizelle Nr.5″ (2011, Radio-Feature)
Der Tod des Asylbewerbers Oury Jalloh in Dessau
. Am 7.1.05 verbrannte der aus Sierra Leone stammende Oury Jalloh im Gewahrsam eines Dessauer Polizeireviers. Jalloh lag volltrunken und an Händen und Füßen gefesselt auf einer feuerfesten Matratze. Die angeklagten Polizeibeamten wurden 2008 freigesprochen. Anfang 2010 hob der Bundesgerichthof das Urteil auf und gab den Fall zur Neuverhandlung frei. Das Radiofeature bietet eine Bestandsaufnahme und Suche nach weiterer Auf-/Erklärung vor Ort.

LIVE:
Hagen Rether – Was reg`ich mich eigentlich auf…“ (2011, Kabarett)
Um die (berechtigte) Omnipräsens Volker Pispers`als politischen Kabarettisten auf diesem Blog mal zu brechen, möchten wir eure Aufmerksamkeit heute auf den ebenfalls wirklich guten Hagen Rether lenken! Ein 45minütiger Mitschnitt seines Programms „Liebe“ ist noch bis 30.9. als Online-Stream in der 3sat-Mediathek abrufbar. Einziger Wermutstropfen ist die von ihm gewählte Bedächtigkeit des Vortragens, die ihn einerseits auszeichnet, anderseits aber leider die Text-/Themenquantität zeitlich einschränkt. Unbedingt antesten!

SEHENSWERT:
Jesus Camp“ (2006, Dokumentation)
Mit ganz vorne in der Reihe „Wie werde ich ein politisch bewusster, um die Verdammten dieses Planeten fühlender, wenn nicht nihilistischer, dann atheistischer Mensch“ empfehlen wir diese (im doppelten Sinne) ausgezeichnete Dokumentation.
Und wir empfehlen ebenfalls im direkten Anschluß auf deinen Senderplatz 666 weiter zu zappen, wirklich mal zwei Minuten BibelTV anszusehen, um die Versicherung, dass „solche Indoktri-nation bei uns ja niemals möglich“ wäre, nochmals zu prüfen.

LESENSSWERT:
Kinder in Suchtfamilien“ (2011, Radio-Feature, Manuskirpt)
Gerade ein interessantes Radio-Feature gehört, das sich mit der Entwicklung von Kindern in (Alkohol)Suchtfamilien beschäftigt. Und wie meistens (in diesem vielschichtigen, ineinander verzahnten Lernprozess genannt Leben) gibt es viel Wichtiges mitzunehmen, das sich in Versatzstücken auf zahlreiche andere Situationen übertragen lässt. Also, auch wenn du keine Zeit hast, das ganze interessante Manuskript der Sendung zu lesen, lies zumindest diesen großartigen, analogiegeführten Gedankengang, warum Kinder sich häufig (unbewusst) in den Fußstapfen ihrer Eltern wiederfinden (Seite 11).
Dabei schoss mir übrigens sofort dieser Granate von Song wieder in den Kopf.

SEHENSWERT:
Unser täglich Brot“ (Dokumentation, 2005)
Dies könnte der richtige Film für dich sein, wenn du nicht angeschrien werden magst, was für eine ignorante, empathielose Seele du bist, weil du immer noch glaubst, auf Lebewesen als Nahrungsmittel nicht verzichten zu können. Die 92-minütige, unkommentierte Collage dokumentiert den Statos Quo europäischer Lebensmittelproduktion. Nüchtern, ohne Worte, ohne sogenannte Skandale. Wie gesagt, solange du arroganterweise die perfektionierte Massenmordmaschinerie für nichtmenschliche Lebewesen und pestizidversetzte Grundnahrungsmittel nicht bereits für Skandale hältst.

SEHENSWERT:
Kaufen für die Müllhalde“ (Dokumentation, 2010)
In einem unserem System, in der „weniger Gewinn“ gleichgesetzt wird mit „Verlust“, muss (dieser kruden Logik folgend) dafür gesorgt werden, dass ständig Nachschub benötigt wird. Die 75-minütige Dokumentation öffnet eindrucksvoll die Augen dafür, wie uns Unternehmen mit vorprogrammierten Verschleißzeiten und Zerfallsdaten alltäglicher Produkte verarschen und uns so zu Komplizen in der Zerstörung unser eigenen Lebensbedingungen machen. In the words of Volker Pispers (see below): „Kapitalismus – Raubtierkapitalismus. Wasser – nasses Wasser.“

SEHENSWERT:
Volker Pispers, 3sat, 20:15″ (Kabarett, 2011)
Ich habe es schon öfter in Gesprächen gesagt, dieser Typ ist das Optimum einer Band, wie sie sein sollte. Nur ohne Musik. Heute Abend läuft eine 45-min-Zusammenfassung seines Solo-Programms, das sonst komplett gerne die 2-Std.-Marke überschreitet. Pispers ist Kabarettist im besten Sinn, ohne billige Füll-Witze, Imitationen oder Verkleidungen. 1 Mann, die Bühne und das Wort. Analytisch, pointiert. Wenn du die Möglichkeit hast, ihn mal solo live zu sehen, geh hin! Wenn ich Geld hätte würde ich dich bezahlen, ihn anzusehen.

SEHENSWERT:
„Für eine andere Welt“ (Dokumentation, 2010)
Diese Dokumentation über (militante) Versuche die Wut und Ohnmacht über die politischen Zustände zu kanalisieren gibt es noch bis zum 16.11. zum streamen oder am 3.12. in der Wiederholung. Mit Bezügen u.a. zum Kampf ums Ungdomshuset und dem Tod Alexandros Grigoropoulos‘…

LESENSWERT:
Den Hitler jag ich in die Luft – Der Attentäter Georg Elser“ (Biographie)
Heute vor 71 Jahren, am 8. Nov. 1939, verübte der Schreiner Georg Elser im Alleingang ein Bombenattentat auf Adolf Hitler. Schlechtes Wetter zwang Hitler fünfzehn Minuten vor der stattgefunden- en Detonation den Ort seiner Rede zu verlassen. Shit, 15 Minuten!
Diese Biographie von Hellmut G. Haasis ist sehr interessant zu lesendes Zeugnis, wie ein „einfacher“ Mensch mit Gewissen, Überzeugung und ihm eigenen Fertigkeiten im Stande war, Geschichte zu schreiben. Elser war eben kein, sich unter Hitler hochdienender, Generalstabsoffizier, wie der (viel bekannter gemachte) spätere Attentäter Stauffenberg, der 1939 zu gleicher Zeit noch den Angriffskrieg gegen Polen unterstützte.

SEHENSWERT:
Die Fremde“ (Spielfilm, 2010)
Als ich heute morgen in der U-Bahn stand musste ich mich beim Anblick jedes Einzelnen unweigerlich fragen, was diese Menschen wohl alle als ihre persönliche “Ehre” wahrnehmen, worin sie sie verletzt sehen und wozu sie bereit wären, um sie zu halten oder wiederherzustellen.
Verdammte Scheisse, sieh dir diesen intensivsten Spielfilm seit ich weiß nicht wann an!!!!!!
Ausserdem sehr gut, aber in englisch: dieses Interview mit der Regisseurin Feo Aladag.

SEHENSWERT:
Der lange Weg der Hoffnung“ (Dokumentation, 2007)
Bei dem 85-minütigen, intensiven Wunsch, Fatima Fajardo, Rogel Naiser und die vielen anderen mögen, nach ihrem wochenlangen, lebensgefährlichen, „illegalen“ Weg aus Ecuador in die USA, sicher und unbeschadet ein besseres Leben finden, hab ich mir gestern abend fast in die Hose gemacht.

LESENSWERT:
Kinder und wessen Zukunft“ (Kommentar)
Abgesehen davon, dass ich nicht glaube, dass Kinder für „unsere“ oder „meine“ Zukunft zuständig sind, sondern dass vielmehr WIR ihrer Zukunft verpflichtet sind, bringt Katharina Döbler in ihrem Kommentar zur „Erziehung unter ökonomischen Gesichtspunkten“ viel elementar Wichtiges auf den Punkt.

LESENSWERT:
Interview mit den österreichischen ALF Aktivisten“ (Interview, 2010)
Die (im Gegensatz zu „Du findest meine Band doof, is sie aber gar nicht..öhm“) fehlende Kommentarspaltendiskussion möchte ich mal als stille Solidarität mit dem Interviewpartner dieses gut gefragten / beantworteten Interviews interpretieren.

SEHENSWERT:
Der Preis der Vergeltung“ (Spielfilm, 2007)
Im Gegensatz zu deinen Mitbewohner_ Innen total unverständlicherweise kein Fußballfan? Geh einfach beim Anpfiff rüber ins andere Zimmer und sieh dir diesen absolut sehenswerten Spielfilm an. Noch bis Freitag, 2.7. bei ARTE+7,
wo mensch sich viele Sendungen des Senders ab dem Austrahlungstag noch 7 Tage zu jeder beliebigen Zeit streamen kann. Der ebenfalls dort gelaufene „Red Dust – Die Wahrheit führt in die Freiheit“ ist leider nicht streambar, aber wahrscheinlich eh noch besser im Original (OmU). Und beim Treffen in der Küche nach 105 Minuten ist klar, wer seine Zeit nicht verschwendet hat.

SONGS REMASTERED!
Wir haben die Songs der “Delete|Elite” – 12” neu gemastert und einfach in den Downloads ersetzt. Die Songs sind nun endlich so, dass wir sie auch selbst gerne hören.